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Es wäre undenkbar, ein Buch über die Fürbitte der Braut zu schreiben, ohne dabei auf die Bedeutung der innigen Beziehung und Leidenschaft zu Jesus einzugehen. Genauso nachlässig wäre es jedoch auch, den Aspekt der geistlichen Kampfführung unbeachtet zu lassen. In meinem weltweiten Reisedienst habe ich beobachtet, dass einer der zentralsten
Schwerpunkte in der Fürbitte fast überall im Leib Christi die geistliche Kampfführung ist. Mein Anliegen in diesem Kapitel ist deshalb, ein biblisches Fundament von geistlicher Kampfführung zu legen, das mit praktischen Erfahrungen und dem Paradigma der innigen Beziehung, Leidenschaft und Freude übereinstimmt, das wir in den vorangehenden Kapiteln besprochen haben. |
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| Kämpfen aus Angst und Verzweiflung |
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| Bei einem Rückblick auf die letzten Jahrzehnte in der Fürbitte kann man sagen, dass die sogenannte geistliche Kampfführung überwiegend aus einer Haltung der Angst und Verzweiflung entsprungen ist, wie ich sie in Kapitel 4 beschrieben habe, anstatt aus einer Zuversicht in die Liebe und Macht des ewigen Bräutigams. Angst und Verzweiflung entstehen im Herzen derer, die in unangemessener Weise ihren Blick auf die Strategien des Bösen richten, die sich auf die Missstände konzentrieren und sich auf das fixieren, was alles der Veränderung bedarf. |
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| Vorsicht vor negativem Glaube |
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Ich bin davon überzeugt, dass ein positiver Glaube, der mit Vertrauen
zu Gott gefüllt ist, die Kraft Gottes freisetzt. Genauso kann auch
ein negativer Glaube die Kraft des Bösen freisetzen. Wenn man mit
dem Plan des Bösen in einer bestimmten Situation in Einklang tritt,
wird eine negative, finstere Macht freigesetzt. |
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| Angemessene Furcht |
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Der Heilige Geist gibt uns durch eine bedeutungsvolle Schriftstelle
in Lukas 12 eine Perspektive für unsere Identität. Jesus spricht an
dieser Stelle über angemessene Furcht: |
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Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor
denen, die den Leib töten und danach nichts mehr tun können.
Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den,
der nach dem Töten Macht hat, in die Hölle zu werfen. Ja, ich
sage euch, diesen fürchtet. Verkauft man nicht fünf Sperlinge für
zwei Groschen? Dennoch ist vor Gott nicht einer von ihnen vergessen.
Aber auch die Haare auf eurem Haupt sind alle gezählt. Darum
fürchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.
Lukas 12,4 – 7 |
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| Das Ziel: Gottes Absichten verstehen |
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Viele von uns Fürbittern erwarten, dass sich Gottes Eingreifen vor allem in der unmittelbaren Veränderung äußerer Umstände vollzieht und sich mit dem deckt, was auch wir für die beste Lösung der jeweiligen Situation halten. Oft ist dann unsere geistlichen Kampfführung darauf ausgerichtet, eine Veränderung in eine angenehmere Lage zu bewirken, obwohl Gottes Plan für die jeweilige Situation ganz anders aussehen kann. Wir richten unseren Blick genau auf die Dinge, auf die wir uns den Anweisungen Jesu zufolge gerade nicht richten sollen.
Das offensichtlichste Beispiel dafür finden wir in der Reaktion der Jünger auf das Gräuel der Festnahme, Kreuzigung und des Todes Jesu. |
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| Das Problem von fleischlichem Kampf |
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Die Heilige Schrift gibt uns wichtige Informationen bezüglich des
Wesens von geistlichem Kampf: |
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Denn obwohl wir im Fleisch leben, kämpfen wir doch nicht auf
fleischliche Weise. Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht
fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören.
Wir zerstören damit Gedankengebäude und alles Hohe,
was sich gegen die Erkenntnis Gottes aufbäumt, und nehmen gefangen
alles Denken in den Gehorsam gegen Christus…
2. Korinther 10,3 – 5 |
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| Paulus legt den Kampf direkt auf das Beherrschen der Gedanken fest. Er erwähnt eine fleischliche Art des Kampfes, zeigt aber dann Waffen auf, die «mächtig im Dienste Gottes (sind), Festungen zu zerstören». Unmittelbar danach definiert er, was genau diese «Festungen» sind, und identifiziert sie als «Gedanken und alles Hohe, was sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes». Paulus beendet dann seine Ausführungen mit der Aussage, dass geistliche Kampfführung darin besteht, alles Denken gefangen zu nehmen und unter den Gehorsam Christi zu bringen – oder in anderen Worten, in Einklang mit den befreienden Gedanken Jesu zu bringen. Das ist das wahre Wesen von geistlichem Kampf in dem Leben eines Gläubigen. |
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| Die Nähe der Braut und Kampfführung |
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| Wie führen wir nun als Braut geistlichen Kampf in der Fürbitte? Ich bin davon überzeugt, dass wir diese Aufgabe mit Freude und Zuversicht angehen sollten. Als Erstes streben wir danach, das Herz Jesu für uns selbst zu erkennen, für unsere Freunde und Familie, für unsere Städte und für die Völker der Erde. |
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| Dies geschieht im Rahmen der Anbetung, wo wir auf seine Stimme hören. Es geschieht durch das Studium von Gebeten in der Heiligen Schrift, die der Heilige Geist den Schreibern für bestimmte Städte eingegeben hat. Die Apostolischen Gebete des Neuen Testaments sind alle voller Zuversicht und voller Inspiration in der Offenbarung von Gottes Anliegen für die Städte der Erde. Seine Anliegen für unsere Städte sind auch heute noch dieselben. Gottes Wort bleibt fest bestehen, und auch seine Meinung über die Menschen ändert sich nicht. Er liebt die Menschen und will, dass sie durch die Kraft seines lebendigen Wortes freigesetzt werden. |
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