KAPITEL 1
Motivation des Herzens
Warum wir beten
  KAPITEL 5
Die Fürbitte der Braut
Vollmacht durch Nähe
  KAPITEL 9
Die Liebe zum leidenden Knecht
Die Gemeinschaft der Braut mit den Leiden Christi
       
  KAPITEL 2
Mit neuen Augen sehen
Das Brautparadigma, Teil 1
  KAPITEL 6
Die Krieg führende Braut
Der Kampf gegen Gedankenfestungen
  KAPITEL 10
Das Versagen von menschlichem Eifer
Heilung und Wiederherstellung durch seine Liebe
           
  KAPITEL 3
Das Lied des Bräutigams
Das Brautparadigma Teil 2
  KAPITEL 7
Weisheit und Vollmacht durch Nähe
Das Beispiel der Maria von Bethanien
  KAPITEL 11
Bis er wiederkommt
Lobpreis und Gebet rund um die Uhr
           
  KAPITEL 4
Das Elend der Witwenschaft
Die Trostlosigkeit des entfremdeten Gebets
  KAPITEL 8
Die Vision unseres Herzens
Und der Plan Gottes für unser Leben
  EPILOG
Und sie lebten glücklich bis in alle Ewigkeit
Die ewige Offenbarung der Herrlichkeit Jesu
           
 
 
 
   
 
   
 
Gott hat es vorgesehen, dass wir unser Leben in einer leidenschaftlichen Freiheit leben, damit wir unser Bestes geben und das uns «best mögliche Rennen bestreiten» (aber jeder in der Geschwindigkeit und in dem Rahmen der Persönlichkeit, die Gott ihm gegeben hat). Dabei sollen wir voll und ganz seine Freude genießen.  
Er möchte, dass unser Leben von einer Leidenschaft getrieben wird, die von Zuversicht bestimmt ist. Es ist die Zuversicht, dass wir Söhne und Töchter des Königs sind. Er will, dass wir in der «herrlichen Freiheit der Kinder Gottes» unser Leben bestreiten, auf deren Offenbarung die ganze Schöpfung mit Seufzen und Sehnen wartet.
 
Wir werden immer wieder dazu aufgerufen, in dieser Art der Freiheit im Gebet zu Gott zu kommen. In seinem Brief an die Gläubigen in Ephesus fordert Paulus uns dazu auf:
 
... für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluss
ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm,
der alles geschaffen hat; damit jetzt kundwerde die mannigfaltige
Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel
durch die Gemeinde. Diesen ewigen Plan hat Gott ausgeführt
in Christus Jesus, unserm Herrn, durch den wir Freimut und
Zugang haben in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn.
Epheser 3,9 – 12
 
 
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Dieser kleine Abschnitt ist so gewaltig, dass ich einfach nur staunen kann, wie der Geist Gottes diese Wahrheiten durch Paulus so kurz und präzise formuliert hat! Der «geheime Ratschluss Gottes» – sein ewiger Plan, eine Braut für seinen Sohn zu haben – soll den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde verkündet werden. Durch die Kraft dessen, was Jesus durch seine Leiden am Kreuz vollbracht hat, haben wir in ihm «Freiheit und Zugang zu Gottes Thron in aller Zuversicht».
 
Das Wort «Zuversicht» ist ein Wort mit einer tiefen Bedeutung. Das griechische Wort für Zuversicht ist parrhesia. Es bedeutet wörtlich «Mut zu einer vollkommenen Selbstenthüllung ohne Angst; die Freiheit, sein Herz und seine Gedanken in der Gewissheit der bedingungslosen Annahme dessen, der zuhört, ausschütten zu können». An dieser Stelle im Epheserbrief wird dieser griechische Ausdruck in der Wortverbindung peitho verwendet. Es wird mit Zuversicht übersetzt, bedeutet aber wörtlich «mit Mut zu einer völligen Selbstenthüllung in die Gegenwart Gottes kommen und voller Zuversicht und Vertrauen zu sein, dass er uns in Jesus so annimmt, wie wir sind».  
Es ist genau das Gegenteil von der modernen Kühnheit, die eine Maske aufzieht, keine Verletzlichkeit zeigt und einem glatt ins Gesicht sagt: «Weg da! Hier komme ich!» Paulus bezieht sich auf eine kühne Zuversicht, die in der bedingungslosen Annahme des Vaters gründet.  
Es ist eine Zuversicht, die weiß, dass nur in ihm die Kraft zur Veränderung liegt. Seine Gnade verwandelt uns so, wie er uns haben will. Sie gestaltet uns in sein Ebenbild um. Deshalb haben wir als Kinder die Freiheit, ohne Vorbehalte unser ganzes Herz vor ihm auszuschütten.    
     
Das Beispiel von Petrus
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Petrus ist für mich das beste Beispiel von jemandem, dessen menschlicher Eifer in eine tiefe Zuversicht in den Herrn verwandelt wird. Er ist sozusagen mein Lieblingscharakter in der Bibel.    
Petrus gehörte mit zwei anderen zusammen dem engsten Kreis Jesu an. Obwohl er nicht wie Jakobus und Johannes als «Sohn des Donners» bezeichnet wird, so scheint seine Persönlichkeit der feurigen Natur von Jakobus und Johannes doch sehr ähnlich gewesen zu sein, die ihnen die bereits erwähnte Bezeichnung verliehen hat. Petrus ist für mich ein Beispiel von einem Mann, der durch die Gnade Gottes immer wieder himmelwärts stolpert.    
Auf dem Weg seines Reifungsprozesses versucht er immer wieder selbst mitzumischen. Das hat manchmal nur geringe Auswirkungen, manchmal führt es jedoch zu einer großen Katastrophe in seinem eigenen und in dem Leben derer, die um ihn herum sind.    
     
     
     
 
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