KAPITEL 1
Motivation des Herzens
Warum wir beten
  KAPITEL 5
Die Fürbitte der Braut
Vollmacht durch Nähe
  KAPITEL 9
Die Liebe zum leidenden Knecht
Die Gemeinschaft der Braut mit den Leiden Christi
       
  KAPITEL 2
Mit neuen Augen sehen
Das Brautparadigma, Teil 1
  KAPITEL 6
Die Krieg führende Braut
Der Kampf gegen Gedankenfestungen
  KAPITEL 10
Das Versagen von menschlichem Eifer
Heilung und Wiederherstellung durch seine Liebe
           
  KAPITEL 3
Das Lied des Bräutigams
Das Brautparadigma Teil 2
  KAPITEL 7
Weisheit und Vollmacht durch Nähe
Das Beispiel der Maria von Bethanien
  KAPITEL 11
Bis er wiederkommt
Lobpreis und Gebet rund um die Uhr
           
  KAPITEL 4
Das Elend der Witwenschaft
Die Trostlosigkeit des entfremdeten Gebets
  KAPITEL 8
Die Vision unseres Herzens
Und der Plan Gottes für unser Leben
  EPILOG
Und sie lebten glücklich bis in alle Ewigkeit
Die ewige Offenbarung der Herrlichkeit Jesu
           
 
     
     
   
 
 
 
     

Warum wir beten

 
Ziel dieses Buches ist es, Gläubige zum Beten zu gewinnen und zu einem Gebetsleben zu erwecken, das aus einer innigen Beziehung und Nähe zu Jesus entsteht.
 
Doch eine Frage stellt sich, warum beten wir überhaupt? Was ist der Grund, Zeit zu verbringen, indem wir Gott unsere Bitten vorzutragen und auf ihn zu hören? Warum? Ist Gebet eine reine Pflichterfüllung oder ein Mittel zur Veränderung? Oder gilt es dabei, unsere eigenen Grenzen zu erweitern?
 
 
 
Den Anfang vom Ende her verstehen
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Wenn wir uns fragen, was der Sinn des Gebets sein soll, dann sollten wir uns das Ende in der Bibel genauer betrachten. Die Frage lautet dann, was ist das Ziel? In Offenbarung 21, 2-4 können wir die Antwort erkennen. Denn der Höhepunkt der Menschheit mündet in - ein Hochzeitsfest!
 
Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her
aus dem Himmel herabkommen, sie war bereitet wie eine Braut,
die sich für ihren Mann geschmückt hat.
Und ich hörte eine Stimme von dem Thron her rufen, die sprach:
Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Und er wird in
ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er, Gott,
wird bei ihnen sein.
Und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen, und der
Tod wird nicht mehr sein, kein Leid, keine Trauer, kein Schmerz
wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Offenbarung 21,2 – 4
 
Wenn am Ende alles Böse beseitigt, wenn aller Schmerz geheilt und wenn jede Träne von unseren Augen gewischt ist, wird das Volk Gottes als eine Braut hervorstrahlen!
Dies ist das Ziel und das Verlangen, das seit der Grundlegung der Welt in dem Herzen Gottes lebendig ist. Im Licht dieser Realität können wir Gottes Handeln mit der Menschheit deuten und verstehen.
 
Somit ist die Analogie der Braut tatsächlich ein zentrales Thema (wenn nicht das zentralste schlechthin). Wenn wir diese Wahrheit weiter erforschen und verstehen lernen, werden wir anfangen, die Realität aus der Perspektive eines Bräutigams zu sehen – aus dem Herzen des ewigen Bräutigams.
 
 
 
Unsere Identität: Braut und Partner Gottes
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Gott will mehr als „nur“ eine große Familie mit Kindern. Zwar nennt uns Gott „Söhne“ und Kinder und macht uns damit klar, in welchem Verhältnis wir zu ihm stehen. Doch wir wurden als Kinder angenommen und erlöst, um einen weitaus größeren Plan zu erfüllen:
 
Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde
geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, um sie
zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort,
damit sie als herrliche Gemeinde vor ihm erscheint, die keinen
Flecken oder Makel oder etwas dergleichen hat, sondern die
heilig und untadelig ist. So sollen auch die Männer ihre Frauen
lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt
sich selbst. Denn niemand hasst seinen eigenen Leib, sondern er
nährt und pflegt ihn wie auch Christus die Gemeinde. Denn wir
sind Glieder seines Leibes. Darum wird ein Mann Vater und Mutter
verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden
ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es aber
auf Christus und die Gemeinde.
Epheser 5,25 – 32
 
Seit jeher brennt das leidenschaftliche Verlangen im Herzen Gottes, eine Braut für seinen Sohn zu bereiten! Deswegen wurden wir auserwählt, um das Verlangen im Herzen Jesu zu stillen. Bevor die Erde geschaffen wurde, wurden wir auserkoren, heilig und untadelig und rein vor ihm zu sein, damit wir eine geeignete Braut für ihn werden – ein Partner, der seinem Wesen gleicht.
 
 
 
Gott ist sowohl unser Vater – wie auch unser Bräutigam
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Diese Wahrheit hat oftmals eine befremdende Wirkung auf unser westlich geprägtes Denken. In den biblischen Aufzeichnungen finden wir jedoch zwei bedeutende prophetische Bilder, die diesen Gedanken aufgreifen:
 
- Rut und Boas Ruth 2,17 – 4,17
- Gottes Beziehung mit Israel Hesk. 16
 
Beide Auszüge zeugen von einer Beziehung, die zu Anfang an von väterlichen Fürsorge gekennzeichnet ist. In beiden Berichten nimmt diese Beziehung eine romantische Dimension ein - die Vaterfigur wird plötzlich zum Bräutigam.
 
 
 
Gebet ist ein romantisches Abenteuer
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Gott hatte bereits vor Grundlegung der Welt den Plan, eine Braut für seinen Sohn zu bereiten. Er möchte uns zu einem Dialog über das Leben und die Beziehung mit ihm einladen, zu einem Dialog, den man Gebet nennt und als Ziel folgendes hat: das Herz des Einen kennen zu lernen, der uns liebt, der uns in der Tiefe versteht und der uns von dem her sieht, was wir einmal sein werden. Er allein kennt meine wahre Identität, und seine Worte befähigen mich dazu, in dieser Identität zu leben. Was kann mir mehr helfen, mir mehr Heilung bringen, als auf ihn zu hören?
 
Denn ich, ich kenne die Pläne, die ich für euch habe, spricht der
HERR: Pläne des Heils und nicht des Unheils, denn ich will euch
eine Zukunft und Hoffnung geben.
Jeremia 29,11
 
Er kennt die Gedanken und Pläne, die er für dich hat, und er will gerne mit dir darüber reden! Gott kommuniziert, und er tut das sehr gern. In seinen Gedanken lebt ein romantisches Liebesabenteuer. Wenn wir auf ihn hören, finden wir zu einem Einklang mit seinem Plan für uns und den Rest der Menschheit.
 
 
 
Partnerschaft, die sich im Fürbittegebet ausdrückt
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So reifen wir zu seinen Partnern heran, die mit ihm seinen Plan vorantreiben – zuerst auf persönlicher Ebene, dann für die Erlösung der ganzen Menschheit und Erneuerung der Schöpfung, und schließlich in der Form der Mitherrschaft in seinem Königreich für alle Ewigkeit.
 
Alle Macht gehört ihm. Die neue Identität gehört uns. Die Strategie heißt Fürbitte.
Und deshalb beten wir.
 
 
 
     
     
 
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